Die Geschichte desVietnamesischen Kaffee

Die meisten Kaffeesorten, die wir heute kennen und an unseren freien Sonntagen im Cafe genießen, kommen ursprünglich aus Brasilien, Kolumbien oder Äthopien.

Nur sehr wenige Menschen sind sich eigentlich dessen bewusst, dass Vietnam heute der zweitgrößte Kaffeeproduzent in der Welt ist.

Vietnam war nie ein Land mit einer tiefgründigen Geschichte im Kaffeeanbau und wurde erst während der französischen Revolution im 19Jh. mit Kaffee vertraut gemacht.

Französische Kolonisten brachten die Frucht (Ja, Kaffee ist eine Frucht!) nach Vietnam.

Während des Vietnam Krieges musste die Kaffeeproduktion unterbrochen werden, wurde aber nach dem Krieg wieder aufgenommen.

Leider wurden nach dem Krieg viele Betriebe verstaatlicht, was schwere Auswirkungen auf die Produktion hatte.

Erst nach einer Reform in 1986 wo der Betriebe wieder an private Eigentümer gingen durften und eine besser Zusammenarbeit von

Betrieben, Bauern und Staat stattfand, konnte die Produktion wieder angehoben werden.

Es war eine Zeit wo viele kleine Betriebe sich etablieren konnten, worunter auch die berühmte Trung Nguyen Marke zählt.

In den 90er Jahren stieg die Produktion jährlich bis zu 30% an und heute wird Kaffee nur noch im Hochland angebaut wo ca. 80% des gesamten Kaffee von kleinen Anbaubetrieben produziert wird.

Picture Source: Wikipedia

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Das Besondere amVietnamesischen Kaffee

Die gängigsten Kaffeesorten entstammen der Familie der Arabica Bohnen. Vietnamesischer Kaffee hingegen enthält größtenteils Robusta Bohnen.

Der Unterschied zwischen den beiden Arten ist hauptsächlich der Koffein und Zuckergehalt. Während Arabica Bohnen zwischen 1-1.5% Koffein beinhalten, enthält Robusta zwischen 1.6-2.7%.

Zudem ist der Zuckergehalt bei Robusta Bohnen niedriger was de bitteren und starken Geschmack noch mehr verstärkt.

Was aber eigentlich besonders am Vietnamesischen Kaffee ist, ist der Röstprozess.

Die Kaffeebohnen werden langsam und bei niedriger Temperatur in „Butteröl“ geröstet, was dem Kaffee eine gleichmäßige Färbung und einen schönen Glanz verleiht.

Während des Rösten wird manchmal noch Vanille und Kakao dazugegeben was zu einem schönen Aroma vermischt.

Vietnamesischer Kaffee wird beim Aufgießen mit gesüßte Kondensmilch vermischt.

Dieser letzte Schritt verleiht dem Vietnamesischen Kaffee einen einzigartigen Geschmack und ist dafür verantwortlich, dass viele Menschen den Kaffee in guter Erinnerung behalten.

Die entspannteVietnamesische Kaffee Kultur

Vietnamesischer Kaffee wird nicht in Eile genossen.

Der Kaffeegenuss ist ein wesentlicher Bestandteil der Kultur und des Alltags und soll die entspannte Art der Vietnamesen symbolisieren.

Die gängigste Art den Kaffee zu trinken ist ihn mit der gesüßten Kondensmilch zu vermischen.

Diese Zubereitung ist dem Umstand geschuldet, dass in der Vergangenheit frische Milch rar und gesüßte Milch länger haltbar war.

Neben der Version mit der Kondensmilch, sind in Vietnam noch Versionen mit aufgeschlagenem Ei oder frischen Yoghurt aufzufinden.

 

In einigen Cafe’s kann zudem eine Version mit Bier gefunden werden. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Eine weitere sehr beliebte Variante ist der Eis Kaffee(Ca Phe Sua Da), der im Sommer für Erfrischung sorgt.